Arbeitslehre

Der Fachbereich Arbeitslehre

 

Die Arbeitslehre gliedert sich in die vier Teilbereiche Berufsorientierung, Technik, Wirtschaft und Hauswirtschaft/Ernährung. An der Adolf-Reichweins-Schule findet der Arbeitslehreunterricht deshalb in verschiedenen (Fach-)räumlichkeiten statt:

 

Das Polytechnische Zentrum

Hier vermitteln wir unseren Schülerinnen und Schülern traditionelle Arbeitstechniken im Umgang mit Keramik, Metallen und Holzwerkstoffen. Seinen Anfang findet dies mit einfachen Laubsägearbeiten in der Jahrgangstufe 7 und endet in der 9 Klasse mit dem Bau eines kleinen funktionstüchtigen Katapults und dem Treiben einer kleinen Metallschale aus einer Blechronde mit dem Treibhammer.

Da uns, als eine der wenigen Schulen, ein Keramikofen zur Verfügung steht, vermitteln wir zur Unterstützung der psychomotorischen Entwicklung in den jüngeren Jahrgangsstufen noch die klassischen Tonarbeitsweisen. Die fertigen Produkte werden am einmal im Jahr Weihnachtsmarkt verkauft oder von den Schülerinnen und Schüler mit nach Hausen genommen.

 

Mechatronik

Im Wahlpflichtunterricht Mechatronik und der gleichnamigen AG lernen die Schülerinnen und Schüler spielerisch den Umgang mit modernen Fertigungsverfahren und Automatisierungstechnik. Sie bauen und programmieren kleine Roboter anhand einer gegebenen Problemstellung und entwickeln so Strategien um komplexere Aufgabenstellungen in viele kleine zu segmentieren.

 

Der Schulgarten

An der ARS wird nachhaltiges Wirtschaften und die natürliche Prozesskette der Nahrungsmittelversorgung seit Jahren gelebt. Im Schulgarten bauen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts selbstständig Gemüse für den eigenen Bedarf an. Unter der Anleitung eines Fachlehrers planen sie die Aussaat, die Pflege und die Ernte und lernen auf diese Weise die natürlichen Abläufe des Pflanzenwachstums im Jahresrhythmus kennen. Hierbei entwickeln Schüler ganz nebenher ein Bewusstsein für die jahreszeitgemäße Verfügbarkeit der Lebensmittel und damit auch ein ökologisches Bewusstsein im Sinne ihres eigenen Konsumverhaltens. Der energieaufwändige Import von nicht saisonalen Früchten und Gemüse, wie z.B. Erdbeeren, im Winter, wird ebenfalls thematisiert.

Im Bereich des Schulgartens erlernen die Schülerinnen und Schüler aber nicht nur ein ökologisch sinnvolles Konsumverhalten, sie erwerben auch die Fähigkeit zum planvollen Handeln, denn der Schulgarten ist unmittelbar mit der Schulkantine verknüpft. Dem Schulgarten kommt im Gesamtprozess eine Zuliefererfunktion bei.

 

Die Schulküche

Die Schulküche plant zusammen mit dem Schulgarten die Versorgung der Kinder in den fünften und sechsten Jahrgangsstufen (siehe: Nachmittagsangebot) und schafft freiwillige Mittagstischangebote für ältere Schüler und Lehrkräfte.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Schulgarten ist  das in der Schulküche angebotene Essen teilweise dem regionalen Erntekalender unterworfen. Die Kapazitäten des Schulgartens reichen allerdings nicht  aus, um den Bedarf der Schulkantine gänzlich abzudecken, weshalb aus den hiesigen Märkten zugekauft wird. Diese Kombination führt zu einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung in der Schulkantine.

In der Schulkantine wird aber nicht nur Essen bereitgestellt. Sie ist gleichzeitig Ort des Lernens für die Schülerinnen und Schüler, denn das Konzept „Schüler kochen für Schüler“ sieht vor, dass die älteren Jahrgänge Verantwortung für die Jüngeren übernehmen, indem sie für sie kochen. Unter Fachkundiger Anleitung lernen Schüler somit die komplette Prozesskette vom „Saatgut bis zum Salat“  kennen, erlernen ökologisch sinnvolles Handeln und eine gesunde Ernährung. Gleichzeitig planen sie längerfristige Prozesse und üben sich in Teamfähigkeit durch die Abstimmung ihrer Arbeit mit den anderen.