Wie an allen Schulen in Hessen fanden auch an der Adolf-Reichwein-Schule in Heusenstamm vom 7. bis zum 11. Juni die zentralen Abschlussarbeiten in den Hauptschul- und Realschulbildungsgängen statt.

Dabei stand für die Hauptschülerinnen und Hauptschüler am Montag die Prüfung in Mathematik, am Mittwoch in Deutsch und am Freitag in Englisch an. Die Realschülerinnen und Realschüler wiederum schrieben am Montag Deutsch, am Mittwoch Englisch und am Freitag Mathe. Das sind im Großen und Ganzen die nüchternen Prüfungswochen-Eckdaten.

zaaInteressanter wird´s, wenn man mit den Beteiligten, um nicht zu sagen Betroffenen, ins Gespräch kommt. Wie erging es denn den Schülerinnen und Schülern der ARS während der Prüfungswoche? Kamen sie gut mit den Prüfungsaufgaben zurecht? Inwiefern beeinträchtigten sie die Corona-Maßnahmen, unter denen die Prüfungen wie vergangenes Jahr auch dieses Jahr stattfanden? Dazu hat die Presse-AG der ARS einige unserer Prüflinge sowohl aus den Hauptschul- also auch den Realschulklassen am Freitag direkt nach ihrer letzten Prüfung, als sozusagen die Köpfe der Jugendlichen noch leicht rauchten, interviewt.

Lara aus der 10. Realschulklasse geht ihrer Aussage nach davon aus, dass sie im Vergleich zu den Prüfungen der Vorjahre einfachere Examensarbeiten vor sich liegen hatte, „weil wir einige Dinge wegen Corona nicht durchgenommen haben“. Auch Farina aus der gleichen Klasse ist der Ansicht, dass der Schwierigkeitsgrad der Prüfungen auf Grund reduzierter Lerninhalte wegen der zeitweisen Schulschließungen, wahrscheinlich niedriger war, als er es unter normalen Umständen gewesen wäre. Beide Schülerinnen fühlten sich sorgfältig für die Prüfungen vorbereitet, wobei Lara hinzufügt: „Man hätte immer mehr lernen können.“ Antonio wiederum, der freiheraus ausspricht, dass er „nicht so gut vorbereitet“ war, freut sich über die wohltuende Bilanz: „Einfach“.

Indes ist Nimet aus der 9 Ha da ganz anderer Meinung, was die Vorbereitung auf die und Bilanz der Prüfungen unter den derzeit herrschenden Konditionen angeht. Für sie war das Lernen für die Prüfungen unter Corona-Bedingungen anstrengend. Ihre Klassenkameradin Shirin fügt hinzu, dass für sie das Lernen des Unterrichtsstoffes im zweiten Halbjahr neben der pandemischen Situation auch wegen eines Lehrerwechsels in Mathematik sehr herausfordernd war. Am Schluss waren Nimet und Shirin froh, dass sie mit dem jetzigen Mathelehrer alle Lücken weitestgehend vollständig aufarbeiten konnten, so dass Mathe für beide „gut lief“.

Insgesamt sehen alle Interviewees die Unterstützung, die sie von den Lehrkräften unter den derzeitigen Lernumständen erhielten, als sehr wertvoll an und sind dafür überaus dankbar. Unisono betonen sie, dass sie sich von ihren Lehrerinnen und Lehrern umfassend für die Prüfungen vorbereitet fühlten. Jetzt sind alle einfach nur froh, dass die Abschlussarbeiten vorbei sind.

Ihre Schulzeit an der Adolf-Reichwein-Schule kommentiert Lara (10Rc) als „ab der siebten Klasse immer besser“ werdend. Auch Farina hat ihr Verhältnis zu Mitschülerinnen und Mitschülern sowie zu den Lehrkräften als zunehmend harmonisch erlebt. Das schönste Erlebnis an der Adolf-Reichwein-Schule war für die meisten der interviewten Schülerinnen und Schüler ihre Klassenfahrt, z. B. für Fatima aus der 10 Ra: „Unsere Klassenfahrt in der achten Klasse in die Nähe der Niederlande war die beste Klassenfahrt, die ich je gemacht habe.“ Umso bedauerlicher finden es die Schulabgängerinnen und Schulabgänger, dass keine Abschlussfahrt stattfinden konnte.

Ihrer beruflichen Zukunft sehen alle Befragten hoffnungsvoll und optimistisch entgegen. So hat sich Antonio aus der zehnten Realschulklasse als nächstes Ziel das Abitur vorgenommen, seine Klassenkameradinnen Lara und Farina sowie sein Klassenkamerad Fabian mindestens das Fachabitur. Für Fatima aus der Parallelklasse steht fest, dass sie nach ihrem angestrebten Abitur Medizin studieren möchte.

Zunächst einmal schulische Zukunftspläne haben auch die interviewten Hauptschülerinnen. Nimet verkündet mit leuchtenden Augen: „Nach meinem qualifizierenden Hauptschulabschluss will ich den Realschulabschluss und dann vielleicht weitermachen“ ebenso wie Shirin, die bereits plant, nach dem Realschulabschluss das Fachabi in Angriff zu nehmen.

Allen Absolventinnen und Absolventen der Abschlussklassen wünscht das Kollegium der Adolf-Reichwein-Schule alles Gute auf ihrem weiteren schulischen oder beruflichen Lebensweg und dankt ihnen dafür, dass sie das Schulleben bereichert und maßgeblich mitgeprägt haben.

Foto: Antonio, Lara und Farina aus der 10 Rc